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.»«Den Krieg hatte ich in den letzten drei Tagen», sagtedas Mädchen.«Erst heute morgen bin ich herausgekom-men.»«Ich denke nie daran», sagte David.«Jetzt hab ich s gelesen», erzählte Marita ihm, «aber ichbegreife dich einfach nicht.Nirgendwo machst du deut-lich, an was du eigentlich geglaubt hast.»Er füllte ihr Glas und dann seins.223«Das wußte ich auch erst hinterher», sagte er.«Also ha-be ich nicht versucht, so zu tun, als ob ich s da schon ge-wußt hätte.Während des Kriegs habe ich nicht darübernachgedacht.Ich habe nur taktisch gefühlt, gesehen, ge-handelt, gedacht.Deswegen ist das Buch auch nicht be-sonders.Ich war einfach weniger intelligent.»«Es ist ein sehr gutes Buch.Die Stellen mit den Fliegernsind wunderbar, und auch dein Gefühl für die anderenLeute und für die Flugzeuge selbst.»«Bei anderen Leuten, bei technischen und taktischen Sa-chen bin ich gut», sagte David.«Ich will kein dummesZeug reden oder angeben.Aber, Marita, mit sich selbstkennt sich niemand aus, wenn er mittendrin steckt.Dadenkt man nicht an sich.Das wäre unanständig.»«Aber hinterher kommt die Erkenntnis.»«Sicher.Manchmal.»«Kann ich auch den Bericht lesen?»David füllte die Gläser wieder mit Wein.«Wieviel hat sie dir erzählt?»«Angeblich alles.Sie kann sehr gut erzählen, wie duweißt.»«Mir wär s lieber, du würdest ihn nicht lesen», sagteDavid.«Das gäbe nur Ärger.Als ich das schrieb, wußteich ja nicht, daß du mal auftauchen würdest; wenn sie dirwas erzählt, kann ich s nicht ändern, aber ich brauche dichdas nicht auch noch lesen zu lassen.»«Also darf ich s nicht lesen?»«Es wäre mir lieber.Aber ich will dir nichts befehlen.»«Dann muß ich s dir sagen.»«Sie hat dich ihn lesen lassen?»«Ja.Sie hat es mir nahegelegt.»224«Verfluchtes Weibsstück.»«Sie hat sich nichts Böses dabei gedacht.Es war, als sieso beunruhigt war.»«Du hast also alles gelesen?»«Ja.Es ist wunderbar und soviel besser als das letzteBuch, und die Stories jetzt sind noch viel besser als dasund alles andere.»«Und die Kapitel über Madrid?» Er sah sie an, und sieblickte zu ihm auf, befeuchtete ihre Lippen, ohne denBlick von ihm zu wenden, und sagte ganz vorsichtig: «Daswar mir alles schon klar, denn ich bin ganz genau wie du.»Als sie beieinander lagen, sagte Marita: «Denkst du ei-gentlich an sie, wenn du mit mir schläfst?»«Nein, Dummchen.»«Und du möchtest nicht, daß ich es so mache wie sie?Ich weiß nämlich alles, und ich kann es auch.»«Hör auf zu reden und fühl einfach.»«Ich kann s sogar besser als sie.»«Hör auf zu reden.»«Du brauchst nicht zu denken, du »«Still.»«Aber du brauchst nicht »«Keiner braucht irgendwas zu tun, nur wir »Sie lagen und hielten sich fest umschlungen, dann sanf-ter, und schließlich sagte Marita:«Ich muß gehen, aber ich komme wieder.Schlaf bitte fürmich mit.»Sie gab ihm einen Kuß, und als sie zurückkam, schliefer.Eigentlich hatte er auf sie warten wollen, war aberbeim Warten eingeschlafen.Sie legte sich zu ihm, küßteihn, und als er nicht wach wurde, blieb sie ganz still neben225ihm liegen und versuchte ebenfalls zu schlafen.Aber siewar nicht müde, und sie küßte ihn noch einmal sehr sanft,dann begann sie zärtlich mit ihm zu spielen, während sieihre Brüste an ihn preßte.Er bewegte sich im Schlaf, undsie lag jetzt mit ihrem Kopf unterhalb seiner Brust, strei-chelte ihn leise und wißbegierig und machte allerlei kleineintime Entdeckungen.Es war ein langer, kühler Nachmittag; David schlief, undals er aufwachte, war Marita nicht mehr da, und er hörtedie Stimmen der beiden Mädchen auf der Terrasse.Er zogsich an, entriegelte die Tür zu seinem Arbeitszimmer undtrat dann aus der Tür dieses Zimmers auf die Steinplatten.Auf der Terrasse war nur noch der Kellner, der die Teesa-chen wegräumte, und er fand die Mädchen in der Bar.22623D IE BEIDEN MÄDCHEN saßen mit einer Flasche Perrier-Jouët, die in einem Eiskübel stand, an der Bar, und beidesahen sie frisch und reizend aus.«Als träfe man einen Ex-Ehemann wieder», sagte Cathe-rine.«Ich komme mir so richtig mondän vor.» So heiterund anziehend hatte sie noch nie ausgesehen [ Pobierz caÅ‚ość w formacie PDF ]
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.»«Den Krieg hatte ich in den letzten drei Tagen», sagtedas Mädchen.«Erst heute morgen bin ich herausgekom-men.»«Ich denke nie daran», sagte David.«Jetzt hab ich s gelesen», erzählte Marita ihm, «aber ichbegreife dich einfach nicht.Nirgendwo machst du deut-lich, an was du eigentlich geglaubt hast.»Er füllte ihr Glas und dann seins.223«Das wußte ich auch erst hinterher», sagte er.«Also ha-be ich nicht versucht, so zu tun, als ob ich s da schon ge-wußt hätte.Während des Kriegs habe ich nicht darübernachgedacht.Ich habe nur taktisch gefühlt, gesehen, ge-handelt, gedacht.Deswegen ist das Buch auch nicht be-sonders.Ich war einfach weniger intelligent.»«Es ist ein sehr gutes Buch.Die Stellen mit den Fliegernsind wunderbar, und auch dein Gefühl für die anderenLeute und für die Flugzeuge selbst.»«Bei anderen Leuten, bei technischen und taktischen Sa-chen bin ich gut», sagte David.«Ich will kein dummesZeug reden oder angeben.Aber, Marita, mit sich selbstkennt sich niemand aus, wenn er mittendrin steckt.Dadenkt man nicht an sich.Das wäre unanständig.»«Aber hinterher kommt die Erkenntnis.»«Sicher.Manchmal.»«Kann ich auch den Bericht lesen?»David füllte die Gläser wieder mit Wein.«Wieviel hat sie dir erzählt?»«Angeblich alles.Sie kann sehr gut erzählen, wie duweißt.»«Mir wär s lieber, du würdest ihn nicht lesen», sagteDavid.«Das gäbe nur Ärger.Als ich das schrieb, wußteich ja nicht, daß du mal auftauchen würdest; wenn sie dirwas erzählt, kann ich s nicht ändern, aber ich brauche dichdas nicht auch noch lesen zu lassen.»«Also darf ich s nicht lesen?»«Es wäre mir lieber.Aber ich will dir nichts befehlen.»«Dann muß ich s dir sagen.»«Sie hat dich ihn lesen lassen?»«Ja.Sie hat es mir nahegelegt.»224«Verfluchtes Weibsstück.»«Sie hat sich nichts Böses dabei gedacht.Es war, als sieso beunruhigt war.»«Du hast also alles gelesen?»«Ja.Es ist wunderbar und soviel besser als das letzteBuch, und die Stories jetzt sind noch viel besser als dasund alles andere.»«Und die Kapitel über Madrid?» Er sah sie an, und sieblickte zu ihm auf, befeuchtete ihre Lippen, ohne denBlick von ihm zu wenden, und sagte ganz vorsichtig: «Daswar mir alles schon klar, denn ich bin ganz genau wie du.»Als sie beieinander lagen, sagte Marita: «Denkst du ei-gentlich an sie, wenn du mit mir schläfst?»«Nein, Dummchen.»«Und du möchtest nicht, daß ich es so mache wie sie?Ich weiß nämlich alles, und ich kann es auch.»«Hör auf zu reden und fühl einfach.»«Ich kann s sogar besser als sie.»«Hör auf zu reden.»«Du brauchst nicht zu denken, du »«Still.»«Aber du brauchst nicht »«Keiner braucht irgendwas zu tun, nur wir »Sie lagen und hielten sich fest umschlungen, dann sanf-ter, und schließlich sagte Marita:«Ich muß gehen, aber ich komme wieder.Schlaf bitte fürmich mit.»Sie gab ihm einen Kuß, und als sie zurückkam, schliefer.Eigentlich hatte er auf sie warten wollen, war aberbeim Warten eingeschlafen.Sie legte sich zu ihm, küßteihn, und als er nicht wach wurde, blieb sie ganz still neben225ihm liegen und versuchte ebenfalls zu schlafen.Aber siewar nicht müde, und sie küßte ihn noch einmal sehr sanft,dann begann sie zärtlich mit ihm zu spielen, während sieihre Brüste an ihn preßte.Er bewegte sich im Schlaf, undsie lag jetzt mit ihrem Kopf unterhalb seiner Brust, strei-chelte ihn leise und wißbegierig und machte allerlei kleineintime Entdeckungen.Es war ein langer, kühler Nachmittag; David schlief, undals er aufwachte, war Marita nicht mehr da, und er hörtedie Stimmen der beiden Mädchen auf der Terrasse.Er zogsich an, entriegelte die Tür zu seinem Arbeitszimmer undtrat dann aus der Tür dieses Zimmers auf die Steinplatten.Auf der Terrasse war nur noch der Kellner, der die Teesa-chen wegräumte, und er fand die Mädchen in der Bar.22623D IE BEIDEN MÄDCHEN saßen mit einer Flasche Perrier-Jouët, die in einem Eiskübel stand, an der Bar, und beidesahen sie frisch und reizend aus.«Als träfe man einen Ex-Ehemann wieder», sagte Cathe-rine.«Ich komme mir so richtig mondän vor.» So heiterund anziehend hatte sie noch nie ausgesehen [ Pobierz caÅ‚ość w formacie PDF ]